Ihr Partner für Kennzeichnungssysteme
Ob Etikett, RFID oder Laser: Kennzeichnungssysteme sorgen dafür, dass Produkte, Bauteile und Anlagen jederzeit eindeutig identifizierbar sind. Dobler berät Sie dabei, welches System zu Ihrer Branche, Ihrem Material und Ihren Prozessen passt.
Was versteht man unter Kennzeichnungssystemen?
Ein Kennzeichnungssystem ist die Gesamtheit aller Mittel, Verfahren und Komponenten, mit denen Produkte, Bauteile, Behälter, Kabel oder ganze Anlagen eine eindeutige Identität erhalten. Dazu gehören Hardware wie Drucker, Applikatoren und Scanner, Software zur Verwaltung und Ausgabe der Kennzeichnungsdaten sowie die Verbrauchsmaterialien selbst, also Etiketten, Farbbänder oder Tinte.
Der Begriff ist bewusst weit gefasst. Ein einfaches Etikett auf einem Karton ist technisch betrachtet ebenso Teil eines Kennzeichnungssystems wie ein vollautomatischer Etikettierer, der tausend Flaschen pro Stunde bedruckt und aufklebt. Entscheidend ist nicht die Komplexität der Technik, sondern das Ergebnis: jedes Teil trägt eine lesbare, haltbare und korrekte Kennzeichnung.
Die wichtigsten Arten von Kennzeichnungssystemen im Überblick
Etikettier- und Drucksysteme
Die am häufigsten verwendete Methode zur Kennzeichnung von Produkten sind nach wie vor Etiketten. Thermotransferdrucker produzieren besonders langlebige Beschriftungen, die extremen Bedingungen wie Hitze, Kälte, Chemikalien und mechanischer Beanspruchung standhalten. Deshalb sind sie für Anwendungen in Produktion und Logistik oft die erste Wahl. Moderne Systeme verbinden Drucker und Applikator in einer Einheit, sodass das Etikett nach dem Drucken sofort aufgebracht wird, ohne manuellen Eingriff.
Direktdruck-Systeme
Beim Direktdruck wird die Kennzeichnung unmittelbar auf das Produkt oder die Verpackung aufgebracht, ohne Träger. Continuous-Inkjet-Systeme (CIJ) eignen sich besonders für hohe Produktionsgeschwindigkeiten auf Linien, wo das Produkt die Druckeinheit passiert. Thermischer Inkjet (TIJ) und piezoelektrische Systeme bieten höhere Auflösungen und sind gut geeignet für Sekundärverpackungen. Drop-on-Demand-Systeme decken den Bereich großformatiger Kennzeichnungen ab, etwa auf Paletten oder Versandkartons.
Laserbeschriftung
Wer eine Kennzeichnung benötigt, die dauerhaft unlösbar in das Material selbst eingebracht wird, setzt auf Laser. CO2-Laser eignen sich für Kunststoffe, Karton und Glas; Faserlaser arbeiten auf Metall und Hartkunststoffen mit hoher Präzision. Da die Beschriftung ohne Verbrauchsmaterialien auskommt, sind die laufenden Kosten niedrig, der Anschaffungspreis jedoch höher als bei Etikettensystemen.
RFID-Systeme
RFID-Etiketten ermöglichen die berührungslose Identifikation ohne Sichtlinie. Das macht sie besonders wertvoll in der Lagerhaltung, wo ganze Paletten in Sekunden erfasst werden, oder in der Produktion, wo Bauteile automatisch durch Prozessschritte verfolgt werden. Der Datenchip auf dem Transponder kann auch beschrieben werden, was RFID für dynamische Informationen wie Chargenprotokolle oder Prüfergebnisse interessant macht.
Sicherheits- und Betriebskennzeichnung
Nicht jede Kennzeichnung dient der Logistik. In Produktionsbetrieben sind Rohrkennzeichnungen, Sicherheitsschilder, Prüfplaketten und Lockout/Tagout-Systeme gesetzlich vorgeschrieben. Sie schützen Menschen und schaffen klare Abläufe bei Wartung und Reparatur. Wer hier spart, riskiert nicht nur Unfälle, sondern auch Verstöße gegen Arbeitsschutzvorschriften.
Wofür werden Kennzeichnungssysteme eingesetzt?
Die Einsatzbereiche sind so vielfältig wie die Industrie selbst. In der Automobilindustrie steuern Kennzeichnungen die Just-in-Time-Fertigung und sichern die Rückverfolgbarkeit jedes Bauteils über den gesamten Produktlebenszyklus. In der Lebensmittelindustrie sind MHD-Angaben, Chargennummern und Allergenkennzeichnungen gesetzlich vorgeschrieben. Pharmazeutische Hersteller unterliegen noch strengeren Anforderungen: Serialisierung und Tamper-Evidence-Lösungen sind in vielen Märkten Pflicht.
In der Elektronik und Elektrotechnik sorgen Kabelkennzeichnungen und Typenschilder dafür, dass auch nach Jahren noch klar ist, welches Bauteil welche Funktion hat. Im Maschinenbau und der Gebäudetechnik ermöglichen Kennzeichnungssysteme die strukturierte Verwaltung aller Komponenten, etwa im Rahmen von BIM-Prozessen, wo jedem Bauteil eine eindeutige ID zugeordnet wird, die physisch und digital miteinander verknüpft ist.
Auch in Lager und Logistik bilden Kennzeichnungssysteme das Fundament jedes Warenwirtschaftssystems. Barcode-Etiketten und Regalbeschilderung machen Lagerplätze auffindbar; RFID beschleunigt Bestandsaufnahmen erheblich.
Worauf kommt es bei der Auswahl an?
Die richtige Entscheidung ist von mehreren Faktoren abhängig, die genau gegeneinander abzuwägen sind. Zuerst sind die Umgebungsbedingungen entscheidend: Ein Etikett, das im Tiefkühlbereich funktioniert, kann in einer Lackierstraße mit aggressiven Lösemitteln versagen. Das Trägermaterial des Produkts, also ob Kunststoff, Metall, Glas oder Karton, beeinflusst sowohl die Wahl des Etikettenmaterials als auch das Druckverfahren.
Die Produktionsgeschwindigkeit ist ein weiteres Kriterium. Vollautomatische Linien mit hohem Durchsatz brauchen andere Lösungen als ein Kleinbetrieb, der manuell etikettiert. Daneben spielen die Anforderungen an die Lesbarkeit eine Rolle: Muss das Kennzeichen maschinenlesbar sein, reicht ein einfacher Barcode; erfordert die Anwendung hohe Datendichte, kommen 2D-Codes oder RFID infrage.
Schließlich ist auch die Integration in bestehende IT-Systeme entscheidend. Wer seine Kennzeichnungsdaten aus einem ERP-System wie SAP bezieht, braucht eine Softwareschicht, die diese Verbindung verlässlich herstellt. Label-Management-Systeme wie Loftware übernehmen genau das: Sie verwalten Etikettenlayouts zentral, steuern Drucker standortübergreifend an und stellen sicher, dass immer die richtige Version eines Etiketts gedruckt wird.
Unsere Kompetenzen
Beratung
Wir analysieren gemeinsam mit Ihnen Ihre Anforderungen und entwickeln Lösungen, die exakt zu Ihren Abläufen passen. So entsteht von Anfang an eine fundierte Basis für einen reibungslosen und effizienten Kennzeichnungsprozess.
Hardware
Von Etikettendruckern bis zu Applikationssystemen – wir liefern Technik, die zuverlässig arbeitet und optimal mit Ihrer Software und Ihren Etiketten harmoniert. Das sorgt für störungsfreie Abläufe und gleichbleibend hohe Druckqualität.
Prozessentwicklung
Wir gestalten Ihren gesamten Kennzeichnungsprozess – von der Datenquelle bis zum fertigen Etikett – effizient und zukunftssicher. Dadurch reduzieren Sie Fehlerquellen, beschleunigen Abläufe und schaffen eine klare Struktur im System.
Software
Als Businesspartner von Loftware integrieren wir leistungsfähige Softwarelösungen, die Ihre Etikettendaten zentral steuern und verwalten. Das garantiert eine einheitliche Datenbasis, weniger manuelle Eingriffe und eine sichere, regelkonforme Kennzeichnung.
Verbrauchsmaterialien
Ob Standardetiketten, Sonderanfertigungen oder Farbband – wir liefern passgenaue Verbrauchsmaterialien, abgestimmt auf Ihre Anwendungen und Umgebungsbedingungen. So erreichen Sie beste Haftung, hohe Beständigkeit und perfekte Lesbarkeit.
Lockout/Tagout
Sicherheitskennzeichnungen und Verriegelungssysteme sorgen bei Wartung, Reparatur und Anlagenstillstand für klare Abläufe und mehr Arbeitssicherheit – und helfen Ihnen, gesetzliche Vorschriften zuverlässig einzuhalten.
Das sagen unsere Kunden
Lisa Velten | Medtron AG
Nikolaos Sinapidis | Friedr. Dick GmbH & Co. KG
„Zur Optimierung unserer globalen Warenströme wurde eine dezentrale Etikettierung unserer Produkte notwendig. Seit 2020 arbeiten wir sehr intensiv und vertrauensvoll mit Dobler als Implementierungs-partner zusammen. Loftware wurde auf unsere individuellen Anforderungen zugeschnitten und wird stetig für neue Anforderungen weiterentwickelt. Auch das Roll-Out bei unseren globalen Verpackungsstandorten wird von der Firma Dobler GmbH mitbetreut.
Wir bedanken uns für die professionelle Unterstützung und freuen uns auf die weitere Zusammenarbeit.“
Achim Bühler | ElringKlinger AG
Rundum perfekte Zusammenarbeit
Rundum perfekte Zusammenarbeit
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FAQ: Häufige Fragen zu Kennzeichnungssystemen
Was ist der Unterschied zwischen einem Kennzeichnungssystem und einem Etikett?
Ein Etikett ist ein einzelnes Verbrauchsmaterial. Ein Kennzeichnungssystem umfasst den gesamten Prozess: Hardware, Software, Verbrauchsmaterialien und die organisatorischen Abläufe dahinter. Erst das Zusammenspiel aller Komponenten ergibt ein funktionierendes System.
Welche Kennzeichnungssysteme sind in der Industrie am weitesten verbreitet?
Thermotransfer-Etikettensysteme sind nach wie vor der Standard in der industriellen Produktion und Logistik, weil sie hohe Beständigkeit bei vergleichsweise geringen Kosten bieten. RFID wird vor allem in der Lagerhaltung und in der Automotive-Produktion immer wichtiger. Wo Etiketten nicht möglich oder erlaubt sind, kommt die Laserbeschriftung zum Einsatz.
Muss ein Kennzeichnungssystem mit meinem ERP verbunden sein?
Das ist nicht zwingend erforderlich, aber in den meisten industriellen Umgebungen sehr sinnvoll. Wird die Kennzeichnung direkt aus dem ERP oder Produktionssystem gesteuert, sinken Fehlerquoten erheblich, weil manuelle Dateneingaben entfallen. Systeme wie Loftware ermöglichen genau diese Integration.
Was ist bei der Kennzeichnung von Kabeln und Rohren zu beachten?
Kabel- und Rohrkennzeichnungen unterliegen in vielen Branchen klaren Normen, etwa der DIN 2403 für die Kennzeichnung von Rohrleitungen nach Durchflussmedium. Die Kennzeichen müssen dauerhaft lesbar sein und gegen die jeweiligen Medien oder Temperaturen resistent. Oft sind hier spezielle Materialien erforderlich, wie schrumpfbare Beschriftungsträger oder UV-beständige Etiketten.
Wie aufwändig ist die Einführung eines neuen Kennzeichnungssystems?
Das hängt stark vom Ausgangszustand und der Komplexität der Anforderungen ab. Wer eine einfache Drucklösung sucht, kann oft innerhalb weniger Tage loslegen. Bei unternehmensweiten Projekten mit ERP-Integration, mehreren Standorten und verschiedenen Druckerpools ist eine sorgfältige Projektplanung nötig, die Anforderungsaufnahme, Tests und Schulungen einschließt.
Sind Kennzeichnungssysteme auch für kleine Unternehmen wirtschaftlich?
Ja, weil auch kleinere Betriebe von klar strukturierten Kennzeichnungsprozessen profitieren: weniger Fehler beim Versand, schnellere Warenerfassung, einfachere Erfüllung gesetzlicher Anforderungen. Einstiegslösungen mit einem Drucker und einer leicht bedienbaren Software sind verhältnismäßig günstig und wachsen mit den Anforderungen mit.
Ihr Partner für Kennzeichnungssysteme: Dobler GmbH aus Stuttgart
Die Dobler GmbH berät Industrieunternehmen in der DACH-Region seit über 50 Jahren rund um industrielle Kennzeichnungssysteme. Das Portfolio reicht vom einzelnen Thermotransferdrucker über RFID-Lösungen und Label-Management-Software bis hin zu Lockout/Tagout-Systemen für den Arbeitsschutz. Als Loftware Businesspartner bringt Dobler fundiertes Produktwissen und Integrationserfahrung aus zahlreichen Kundenprojekten in Automobil, Maschinenbau, Elektronik und Chemie mit.
Wer sein Kennzeichnungsprojekt strukturiert angehen möchte, findet bei Dobler einen Gesprächspartner, der nicht nur Produkte liefert, sondern den gesamten Prozess versteht, vom ersten Beratungsgespräch bis zur laufenden Betreuung.